Ein Drama zwischen Sehnsucht und tragischer Entscheidung

Regisseur Christophe Honoré besetzte den Womanizer Nemours mit seinem Lieblingsschauspieler Louis Garrel, der schon in einigen seiner Filme in Hauptrollen zu sehen ist. Die melancholisch geheimnisvolle Junie wird von Léa Seydoux verkörpert, einer noch relativ unbekannten, jedoch talentreich beeindruckenden Schauspielerin, die bislang meist nur in Nebenrollen zu sehen war. Mathias, Junies Cousin und Beschützer im verwirrenden neuen Pariser Alltag, spielt Esteban Carvajal-Alegria. Und den sympathisch schüchternen und liebevollen Otto gibt der Schauspieler Grégoire Leprince-Ringuet.

In weiteren Rollen zu sehen sind Simon Truxillo, Agathe Bonitzer, Anais Demoustier, Valerie Lang, Jacob Lyon, Jean-Michel Portal, Martin Siméon, Chantal Neuwirth, Jeanne Audiard und andere.
Sie alle verköroern die Geheimnisse der Jugend, tragen eine gewisse Anmut zur Schau, sind jedoch im Wissen um ihre besondere Schönheit eitel und narzisstisch und keineswegs jugendlich unbefangen. Jede einzelne Figur im Film steht für eine besondere Gefühlssituation, tritt auf als benutzter Geliebter, als desillusionierter Suchender, als betrogener Freund oder einfach nur enttäuschter Schüler. Dramatische Themen wie große Leidenschaft und unerfüllte Liebe werden an jugendlichen Figuren gezeigt, zwischen denen die Gefühle nahezu ungebremst aufeinander treffen.

Regie führte Christophe Honoré, der auch gemeinsam mit Gilles Taurand das Drehbuch schrieb. Die fast gnadenlos emotionalisierende Musik stammt von Alex Beaupain, der nicht nur mit der Opern-Szene im Italienischunterricht die Seele des Betrachters zusätzlich anrührt.