Im Blitzlichtgewitter auf dem Roten Teppich

Es ist kein allzu großes Geheimnis, dass viele herausragende Schauspieler der Hauch einer Diva umgibt: Sie wirken etwas exzentrisch, vielleicht sogar abgehoben. Neben dem meist eigenartigen Verhalten wird mitunter das eigene Aussehen verändert, soweit es nur geht. Und das betrifft schon lange nicht mehr ausschließlich die weiblichen Akteure unter den Topstars. Vermehrt lassen sich auch ihre Kollegen die Männerbrust verkleinern, die Falten glätten oder die Gesichtskonturen richten. Mag sich manch ein Fan noch an die Eigenwilligkeiten der Promis gewöhnen, so sind gerade die Schönheitsoperationen doch meist ein kleiner Schock: Keine Frage, wenn sich die großen Namen der Branche divenhaft auf dem roten Teppich verhalten, ihr Hotelzimmer auf eine bestimmte Temperatur gekühlt haben wollen oder exotische Speisen bestellen, dann ist das noch beinahe normal. Aber wenn der heiß geliebte Star in wenigen Jahren sein Aussehen gänzlich verändert, dann fühlt sich mancher Anhänger schlichtweg hintergangen. Einige Schauspieler treiben es dabei auch sehr weit.

Keine weiblichen Formen mehr

Gerade das, was einige der Hollywooddamen mit dem Gesicht oder dem Körper anstellen, wirkt zuweilen recht bizarr, statt die eigene Schönheit tatsächlich zu unterstreichen. Auch die heute als Traumfrau geltende Angelina Jolie hat sich im Vergleich zu früheren Zeiten drastisch verändert. Sicherlich war es noch auf natürlichem Wege möglich, ein wenig Speck an den Hüften zu verlieren. Doch die Nase, die Stirn und die Wangenknochen erscheinen heute gänzlich anders als vor einigen Jahren. Es darf wohl unterstellt werden, dass hier chirurgisch nachgeholfen wurde. Weitaus weniger Geheimnisse macht dagegen ihre Kollegin Cher um das eigene Aussehen: Die Leinwanddarstellerin, die auch als Sängerin einige große Erfolge feierte, geht ganz offen damit um, sich mehrfach kleine Mängel beseitigt haben zu lassen. Dass sie aktuell, da sie das Rentenalter erreicht hat, ihrer Lebenserfahrung gemäß aussieht, darf wohl verneint werden. Ein weiteres nennenswertes Beispiel, dass das Ergebnis des Mediziners nicht immer gelungen sein muss, ist Fußballer-Gattin und SpiceGirls-Mitglied Victoria Beckham. Wenn sich ihre Oberweite majestätisch durch die Bekleidung abzeichnet, dann wirkt das oft aufgesetzt und deplatziert. Hier wurde offensichtlich zu viel gewollt. Aber keine Bange, im Hause Beckham ist genug Geld vorhanden, um das kleine Missgeschick mit dem Skalpell zu beheben.

Auch für Männer kein Tabu

Doch genug der Frauen. Denn in der Regel können sie sich mit ihrem neuen Aussehen noch in der Öffentlichkeit zeigen. Etwas anderes gilt für die Männer: So ließ sich etwa der große Künstler Mickey Rourke zu einer wandelnden Wachsfigur umgestalten. Das ist schade, denn in seinen jungen Jahren galt er nicht nur als herausragendes Schauspieltalent, sondern sah auch verdammt gut aus. Hier kommt dem Schönheitswahn also nicht immer der große Nutzen zu, den man sich von ihm versprach. Aber auch solche Stars, die es eigentlich nicht nötig haben sollten, lassen sich kosmetisch behandeln. Wie Sylvester Stallone. Hatte er einst den Boxer “Rocky” und den Überlebenskünstler “Rambo” mit stahlharten Muskeln verkörpert, so ließ auch er viele Erneuerungsmaßnahmen an sich vornehmen. Gerade die knallharte Figur scheint es zu sein, die manche Korrektur erfahren hat. Ob er sich dabei die Männerbrust verkleinernließ oder welche Operationen genau vorgenommen wurden, ist aber unklar: Der große Schauspieler macht darum ein Geheimnis. Klar ist allerdings, dass er einer Gesichtslähmung, unter der er seit frühen Jahren leidet, mit mehreren Eingriffen zuvorkommen wollte. Mag manche kosmetische Veränderung der Stars der reinen Eitelkeit geschuldet sein, so gibt es auch in Hollywood vereinzelt medizinische Gründe dafür, sich optisch zu verändern. Jedoch bleibt es dabei, dass in Hollywood noch immer der Schnippelwahn herrscht. Noch immer legen sich die Stars und Sternchen nicht aus medizinischer Notwendigkeit unters Messer, sondern um sich und der Kamera zu gefallen. Ob sie daraus einen Vorteil für sich ziehen können, bleibt abzuwarten.